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Geschichten aus dem Garten

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Rothild
Beiträge: 267
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Geschichten aus dem Garten

#1

Beitrag von Rothild »

Hallo zusammen,

vielleicht habt ihr auch Lust, immer mal wieder aus dem Garten zu bereichten - was gut läuft, was nicht so gut läuft, was ihr gemacht, gepflanzt oder ausgesät habt oder welche Ernten ihr eingefahren habt.

Wie im vergangenen Jahr war dieses Jahr der April wieder viel, viel zu trocken. Nach einem milden Winter ist das Frühjahr wieder teilweise lausig kalt - selbst jetzt sind wir nachts teilweise im niedrigen einstelligen Bereich (so, dass ich manche Nächte noch die Kürbisse, Zucchini und Gurken schützen muss).

Aktuell bin ich im Garten ziemlich auf dem Laufenden. Das kenne ich sonst gar nicht von mir - sonst weiß ich im Frühjahr oft nicht, wo ich al erstes anfangen soll. In den letzten Jahren waren die Frühjahr vor allem auch die Zeit des "krautens". Das eine Jahr haben wir im Herbst noch das Haus außen verputzt, im anderen Herbst hatte ich eine Entzündung im Fuß, was mich ziemlich ausgebremst hat. Entsprechend verkrautet ging mein Garten teilweise in den Winter. Letzten Herbst war ich aber ziemlich auf dem Laufenden, hab immer wieder durchgehackt und konnte das Beikraut im Schach halten. Durch den sehr milden Winter habe ich zwischendurch auch mal gejätet (wobei durch die nasse lehmige Erde das ganze eine sehr matschige Angelegenheit war). Somit muss ich dieses Jahr erfreulich wenig jäten und konnte die Beete sehr viel früher für Aussaaten herrichten.

Heuer wächst der Spargel wieder sehr üppig. Ich ernte derzeit im der Woche sicherlich 2kg und uns hängt er schon zu den Ohren raus. Deswegen habe ich schon Spargel verschenkt und 3 Quiches für den Vorrat gebacken und eingefroren. Gestern gab es unseren Spargel-Favorit zum Essen: Kartoffelauflauf mit Schinken und Spargel. Das schmeckt echt lecker und geht schnell.

Gestern konnte ich mehr als den Jahresvorrat an Thymian schneiden (ist derzeit in der vollen Blüte). Dabei habe ich noch viel stehen gelassen für die Bienen - an den Büschen tummeln sie sich. In diesem Jahr hab ich gar nicht so viele Blütentriebe vom Grünkohl und sibirischen Kohl geerntet. Deswegen gingen sie in Blüte. Weil die Pflanzen von Insekten gut besucht wurden, hab ich sie stehen gelassen. Die noch unausgereiften Samenkapseln schmecken übrigens auch recht lecker. Gestern habe ich sie testeweise in den Salat gemischt und das war echt gut. Mal sehen, was sich damit noch alles machen lässt (für Saatgutgewinnung eignen sie sich leider nicht, da mehrere Sorten geblüht haben).

Rothild
Beiträge: 267
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Geschichten aus dem Garten

#2

Beitrag von Rothild »

Guten Morgen,

ich mache mir seit einiger Zeit Gedanken, was ich machen soll. Wie vielleicht ein paar schon wissen, werden im einem Teil des vorderen Gartens Erdarbeiten ausgeführt (leider steht dann später auch ein schöner Mast im Garten :rolleyes: ). Jedenfalls müssen die Erdarbeiten durch das Spargelbeet gemacht werden. Nun überlege ich, was ich machen soll..... Es sind 8 Reihen Spargel, wovon vor allem an den Reihenenden einige Pflanzen nicht mehr gekommen sind. Wir haben dennoch davon so viel geerntet, dass wir auf absehbare Zeit keinen Spargel mehr sehen können (das geht schon seit 2 Jahren so, letztes Jahr haben wir glücklicherweise wenig ernten können, dieses Jahr wieder Massen, wovon ich einige Quiche eingefroren habe, wobei ich nicht weiß, wann wir überhaupt darauf wieder Lust haben werden und einiges habe ich auch schlicht verschenkt). Jedenfalls bin ich am überlegen, ob ich überhaupt wieder Spargel haben möchte oder ob ich das mehr an Beetfläche lieber für mehr Lauch, Zwiebeln, Kohl etc. nutzen möchte. Wenn Spargel, dann max. 3-4 Reihen.

Habt ihr Spargel im Garten? Und wenn ja, würdet ihr ihn überhaupt je wieder missen wollen? An sich ist es halt ein Gemüse, was nicht jeder hat und daher reizvoll. Aber andererseits finde ich es relativ arbeitsintensiv in der Pflege und einerseits könnten wir - ganz entgegen der SV-Überzeugung - die zwei kg im Frühjahr, die uns vermutlich reichen würden, auch am Spargelstand kaufen.

Helft mir bitte, meine Gedanken zu sortieren. Ich weiß nämlich im Moment nicht, was besser ist - wieder neuen Spargel pflanzen oder ganz darauf zu verzichten.

hagazussa
Beiträge: 248
Registriert: Mittwoch 26. Februar 2020, 11:08

Re: Geschichten aus dem Garten

#3

Beitrag von hagazussa »

Mast ist doch cool! Da kannst einen Bauzaun dran festtackern (2. Pfosten brauchst halt noch) und dann auf gehts mit Gurken und Melonen und Rankkürbissen :)
Ich würde mal was neues probieren und den Spargel ziemlich redúzieren, wenn nicht ganz weg. Was bringt Dir die Arbeit, wenn Du ihn eh schon nicht mehr sehen kannst? Ich probiere dieses Jahr Apios aus, da bin ich schon sehr gespannt. :) Dieses Jahr wächst bei mir Kraut in jeglicher Form ohne Ende (sonst ist es ja eh immer zu heiß ;) ), bin ganz begeistert.
Öfter mal was neues :)

Weißrübchen
Beiträge: 594
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Geschichten aus dem Garten

#4

Beitrag von Weißrübchen »

Wieviele laufende Meter Spargel hattest Du denn jetzt Rothild?

Ich habe ja 8 lfm, Gesamtbeetfläche 4 qm. In meinem Garten ist es eine der wirtschaftlichsten Gemüsesorten und dadurch, daß ich im Frühling 1x jäte und dann zentimeterdick gekauften Kompost aufbringe, brauche ich dann auch nicht mehr groß jäten. Als Unterpflanzung und zur Unkrautunterdrückung verwende ich gerne Kapuzinerkresse oder Perserklee.

Von der Menge her reichen würde mir aber wohl auch die Hälfte, dann aber nur den Purpurspargel Burgundine.
Da ich ja sandigen Boden habe und in einer sehr dürregeplagten Ecke wohne, gehört Spargel für mich zu den Pflanzen, um die ich mich am wenigsten kümmern muß. Wenn es nicht regnet, gieße ich so alle 3 Wochen mal ein bißchen. Also extrem geringer Wasserbedarf, was für mich ein deutlicher Pluspunkt ist. Ich esse ihn aber auch sehr gerne und Bio-Grünspargel ist richtig teuer im Laden. Also wenigstens 4 Laufmeter würde ich immer im Garten haben wollen.

Aber wenn es Dir zuviel wird, lass es einfach mit dem Spargel und pflanze lieber Kartoffeln oder Kohl oder Zwiebelartige?

Bei mir ist es so mit Gurken und Zucchini. Gurkensaatgut habe ich komplett verschenkt. Ich habe zwar 3x im Jahr Lust auf eine Salatgurke, esse aber nur im Biergarten auf der Brotzeitplatte mal ein Gewürzgürkchen.
Für die paar Male, wo ich ne Gurke brauche, kann ich mir die auch kaufen. Und die dauernde Ernterei geht mir dann auch auf die Nerven. Dasselbe mit den Zucchini. Die MUSS ich ernten und verbrauchen, weil es sonst Monster werden. Dabei hat Zucchini nicht sooo viel Eigengeschmack und Gesundheitswert von den Vitaminen her.
Da hab ich dann lieber Kürbisse, die lange lagerbar sind, mehr Vitamine haben, geschmackvoller sind und wo ich auch noch die gesunden Kerne verwenden kann bei manchen Sorten.

Was sind denn für Dich "Must-haves" im Garten Rothild? Was essen Du und Deine Familie immer supergern?

Die Frage geht natürlich auch an Alle: Was muss jedes Jahr im Garten bei Euch angebaut werden? Und worauf könnt Ihr verzichten?

Rothild
Beiträge: 267
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Geschichten aus dem Garten

#5

Beitrag von Rothild »

Ich habe ca. 21 lfm, davon kommt aber ca. ein drittel nicht mehr - also sind es ingsamt ca. 14 lfm Spargel (und eben viel freie Fläche). Da ich erst dieses Jahr eine gute Kompostverkaufsstelle gefunden habe, konnte ich bisher nur sehr wenig Kompost im Garten verwenden. Deswegen musste ich wirklich oft durchjäten und das geht, sobald der Dschungel im Juni los geht, einfach nicht mehr (zumal mittlerweile auch viele Erdbeeren durchwachsen). Jetzt habe ich einen Dschungel aus Erdbeeren, Spargel, Ackerschachtelhalm und Unkraut (vor allem Hirse). Es sieht so schrecklich aus! Das heißt, im Spätherbst musste ich immer nochmals ziemlich ranklotzen.

Wie gesagt, wir haben uns am Spargel echt satt gegessen. Aber, und das ist einfach das, weswegen ich noch dran hänge: Er liefert halt schon sehr früh im Jahr Gemüse, wenn man sonst eben so gut wie nichts aus dem Garten hat. Wenn das Wintergemüse durch ist, das Sommergemüse aber noch nicht so weit ist. Das ist einfach der große Vorteil vom Spargel. Und da gibt es einfach nicht wirklich Alternativen, zumal die Tendenz bei uns zu immer kälteren Frühjahren und späteren Sommern, aber milden Wintern geht.

Unsere Must haves... Wir haben eigentlich viele. Jedenfalls auch Gurken und Zucchini :mrgreen: Ansonsten viele Tomaten, Paprika, Bohnen, Zwiebeln, Zwiebeln, Zwiebeln, Lauch, Knobi, Zichoriensalate (sehr viel), Salate allgemein, Wintergemüse, Bete, Karotten, Kohl.... Also querbeet durch die ganze Palette.

Weißrübchen
Beiträge: 594
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Geschichten aus dem Garten

#6

Beitrag von Weißrübchen »

Wow, 21 lfm ist schon echt viel Spargel! :surprised:

Dann mach doch einfach nur 1 Reihe mit 3-4 Metern? Das bringt immer noch mehrere Kilo Ertrag pro Saison.
Wenn er Euch schon zu den Ohren raushängt, bau da doch lieber was anderes an an der Stelle.

Allerdings habe ich heute von einem Arbeitskollegen gehört, daß der nen Bagger gebraucht hat, als er den Spargel entfernen wollte :eek: Also wenn bei Dir eh Erdarbeiten anstehen: Vielleicht mal nachfragen, ob die Dir gleich den Spargel mit rausmachen können?

Meine ersten Gemüsesorten -abgesehen von Spargel- sind Winterportulak, Wilde Rauke und Feldsalat als Beetabdeckung, Zuckererbsen Graue Buntblühende und Gemüsemalve. Dieses Jahr hatte ich wegen Corona ganz früh im Kastenbeet mit Abdeckung Rettiche und Radieschen, die mir sehr gut getan haben.
Dann noch der Purple-Sprouting Brokkoli. Aber den hast Du ja auch. Da genieße ich den ersten Vitaminschub so richtig. Außerdem ist dann Bärlauchsammeln angesagt.

Für welche Monate hättest Du denn gerne mehr aus dem Garten? Wo ist denn die Lücke?

Rothild
Beiträge: 267
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Geschichten aus dem Garten

#7

Beitrag von Rothild »

Früh- bzw. Mistbeet ist in Arbeit ;) Und Gewächshaus hab ich ja auch. Bei mir ist die gemüsearme Zeit so April, Mai, Juni. Über den Winter habe ich eigentlich immer genug. Wobei mir bei deinen Aufzählungen jetzt aufgefallen ist, dass ich keinen Sprouting Broccoli dieses Jahr habe (war mit der Sorte Spigarello - oder wie auch immer die hieß - nicht zufrieden im vergangenen Winter, deswegen hätte ich neues Saatgut kaufen müssen) und auch sibirischer Kohl fehlt mir (dafür hab ich mehr Grünkohl).

Bagger? Oh je.... Aber Bagger sollte bei uns kein Problem sein ;) Bei uns steht ein Kubota Minibagger im Hof. Allerdings ist der eigentlich schon fast zu groß für den Garten. Und wenn wir eine Nummer größer bräuchten, hätten wir die Möglichkeit einen Liebherr 956 zu besorgen. :lol: :lol: Mein Vater hat vorhin das Kraut geschnitten, da heute schon die Firma kommt, um den Masten zu setzen. Ich hab ihn gefragt, ob wir nicht den Spargel dann ganz raus machen könnten. Das hatte er auch schon im Sinn - da bin ich froh! Und somit ist Spargel erst mal Geschichte und ich bin gar nicht traurig drum. Wenn die Erdarbeiten rum sind, wird Spargel ausgebuddelt.

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