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Tipps zum Kartoffelanbau

Dradiwaberl
Beiträge: 156
Registriert: Dienstag 25. Februar 2020, 13:05

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#21

Beitrag von Dradiwaberl »

@Rohana
ich empfinde bzw. denke ich das genauso. Irgendwie hat der Boden Einfluß auf den Geschmack. Aber auch das Wetter spielt da mit Sicherheit eine Rolle.
Ich sehe das wie bei den Tomaten. Hab da einen bestimmten Zeitpunkt ab dem ich die Tomaten nicht mehr gieße und finde sie dann aromatischer. Zum Vergleich habe ich immer 3 oder 4 Pflanzen die ich weiterhin gieße.

Weißrübchen
Beiträge: 594
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#22

Beitrag von Weißrübchen »

Für mich sind die Rosa Tannenzapfen eine meiner Lieblingssorten, die ich jedes Jahr anbaue. Wenn man Kartoffeln für Klöße oder Salzkartoffeln braucht, sie also schälen muß, sind die Fingerkartoffeln natürlich nix.
Sie sind ja auch relativ festkochend. Nachdem ich aber ausschließlich Pellkartoffeln zubereite, finde ich sie super und eine der leckersten Sorten. Für mich ist ein weiterer Vorteil, daß die Keimruhe bei der Sorte extreeeem
lang ist. Das heißt, die zeigen im Keller bei mir noch keinerlei Keime.

Aber sicherlich ist das auch Geschmackssache. Meine Mutter steht z.B. auf die Linda und die Belana. Die finde ich jetzt wieder geschmacklich ... naja ... langweilig. Vielleicht hängt das aber auch mit dem Geschmack zusammen, den man seit seiner Kindheit kennt?

Die Experimentierpakete von einem Kartoffelhof fand ich aber superspannend! Da habe ich mir je 1 Kartoffel von jeder Sorte gekocht, erst auf dem Teller gepellt und dann eine Kartoffelverkostung mit Butter und Salz gemacht. Dabei habe ich mir gleich notiert, wie gut sie schmecken, wie gut sie sich pellen lassen usw. Unglaublich, wie verschieden Kartoffelsorten schmecken können! :happy097:
Es gibt ja soviele Sorten, daß für jeden Geschmack und Boden was dabei sein sollte.

Die Wälle werde ich dann auch gleich nach dem Legen aufhäufeln und an den Seiten mit kompostierbarer Mulchfolie bedecken. Dadurch muß ich nur noch hin und wieder gießen und mich sonst nicht um die Fläche kümmern.

@Dradiwaberl: Ja, je weniger man die Tomaten gießt, desto konzentrierter werden sie im Geschmack. Eigentlich soll man Tomaten nur gießen, wenn sie morgens die Blätter hängen lassen.

Rothild
Beiträge: 267
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#23

Beitrag von Rothild »

@Rohana,
es ist immer wieder erstaunlich, wie der Geschmack (und auch die Kochkonsistenz) sich verhält, je nach Boden und auch Witterung. Ich mag die Rosa Tannenzapfen total gerne. Fest und unglaublich intensiver Geschmack. Eine der besten, die ich je gegessen habe. Nur leider ist bei mir der Ertrag dermaßen mau, dass es sich wirklich gar nicht lohnt.

Ich hoffe so sehr, dass es mit den Kartoffeln heuer gut klappt. 10 Reihen sind es insgesamt geworden - habe nun doch 60cm Abstand gemacht. Das finde ich vom Handling her viel angenehmer, 50cm sind mir da einfach zu knapp. Je 4 Reihen Ackersegen und Alexandra und 2 Reihen Laura. Auf die Ackersegen freue ich mich sehr, die hatte ich auch schon mal und das Kartoffelpüree davon war so lecker!

Weißrübchen
Beiträge: 594
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#24

Beitrag von Weißrübchen »

Ja, die Ackersegen und die Laura bringen richtig große Kartoffeln.

Die eine Bäuerin hat mir mal ihre Agria gezeigt. Das waren definitiv die größten Kartoffeln, die ich je gesehen habe! :eek:

Mir geht es in erster Linie um den Geschmack. Wenn es um Masse geht kann ich mir billiger Kartoffeln kaufen.
Allerdings hatte ich auch schon Sorten, die zwar lecker waren, wo aber sogar mir der Ertrag zu wenig war.

Im Anbau hatte ich schon diese Sorten:
Delphine, Epicure, Goldmarie, La Ratte, Linzer Delikatess, Naglerner Kipferl, Peruanita, Rosa Tannenzapfen, Rosara, Violetta, Wildkartoffen peruanische.

Davon waren die Naglerner Kipferl, die LaRatte, Epicure und die Wildkartoffeln die Sorten, wo der Ertrag mini war. Also ungefähr soviel geerntet wie reingesteckt.

Die Delphine und Epicure haben mir beim Vorab-Probieren gut geschmeckt, waren aber bei meinem Boden gar nicht lecker.
Favoritensorten geschmacklich in meinem lehmigen Sandboden sind für mich die Linzer Delikatess, Rosa Tannenzapfen, Violetta und Goldmarie. Die letzten beiden Sorten bringen auch richtig viel Ertrag.
Nur die Violetta sind schlecht beim Ausgraben zu finden.

Ich probiere übrigens vor dem Setzen die Kartoffeln. Wenn mir eine Pflanzkartoffel nicht schmeckt, setze ich die Sorte gar nicht erst in meinen Garten.

Rothild
Beiträge: 267
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#25

Beitrag von Rothild »

Mir geht es auch nicht um die Massen, aber wenn eine Sorte halt so arg wenig Ertrag bringt, macht es auch wenig Spaß. Daher sollte es sich so ein wenig die Waage halten.

Die Laura habe ich heute gekocht (habe ja normale Kartoffeln beim Müller bestellt). Ich gestehe, ich habe sie unprobiert gepflanzt (wobei ich die irgendwann früher mal gegessen habe, aber keine Ahnung mehr hatte, wie sie schmeckte). Es gab heute Salzkartoffeln und sie hat wirklich richtig, richtig toll geschmeckt. Sogar mein Mann hat die Sorte sehr gelobt.

Ackersegen und Alexandra kenne ich schon. Von der Ackersegen gibt es das absolut beste Kartoffelpüree! So cremig und lecker! Da freu ich mich schon total drauf. Da kann die Agria lange nicht mithalten - zumindest bei mir nicht. Aber das ist ja das schöne: Es gibt so viele Sorten, da findet jeder die richtigen für sich.

Übrigens, ich hatte ja mal im anderen Forum von Wurzelwerk berichtet. Ich weiß, du magst sie ganz gerne, Weißrübchen. Aber heute habe ich mich ernsthaft gefragt, ob dieses Mädel wirklich schon Kartoffeln in der Vergangenheit angebaut hat.... Sie macht zwar einen Reihenabstand von 60-70 cm, legt aber in der Reihe alle 10cm eine Kartoffel... Das braucht ja irre viel Saatkartoffeln und wo wollen die neuen Kartoffeln hin wachsen? Aber wer weiß, vielleicht machen wir das auch einfach nur falsch.... :lol:

Weißrübchen
Beiträge: 594
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#26

Beitrag von Weißrübchen »

Naja, das Internet verbreitet viele Sachen, die nicht unbedingt stimmen müssen ... :shrug:
Wurzelwerk macht ja einige Sachen wie Charles Dowding. Und der hinterfragt viele alte Gartenweisheiten und macht Experimente, die oft herausbringen, daß die altüberlieferten Sachen gar nicht unbedingt stimmen müssen.
Nachdem ich auch ein Fan von Charles Dowding bin, bin ich dann irgendwann auch mal bei Wurzelwerk gelandet.
Nachgemacht habe ich aber noch nix von ihr.

Ich habe heute wegen Kartoffeln meine antiquarischen Bücher rausgekramt zum Thema Gartenbau und Landwirtschaft. Da stehen oft total interessante Sachen drin. Die sind für mich sogar noch glaubwürdiger als YT. :wink:

Und in einem Buch von 1948 steht drin, daß Sandboden den Geschmack und die Haltbarkeit verbessert. Hurra! Mal ein Vorteil meines Gartens.
Außerdem steht auch drin, daß man Kartoffeln halbiert legen kann. Dann sollte man aber die Schnittfläche mit Holzasche pudern gegen Krankheitskeime und die Schnittfläche nach unten legen, damit nix faulen kann.
Das wollte ich Dir noch schreiben.

Eigentlich hatte ich nochmal wegen Abstand in der Reihe nachgesehen und welche Kartoffelgröße man jetzt nehmen soll für Pflanzkartoffeln. Ich hatte am Anfang immer nur die kleinsten Kartoffeln verwendet zum Legen.
Dann hatte ich mal von einem netten Selbstversorger Besuch (demselben übrigens, der auf die Laura schwört) und der meinte, ich müßte die größten Kartoffeln zum Pflanzen verwenden.
Im Buch steht jetzt: Man soll Kartoffeln mittlerer Größe nehmen.

Welche Kartoffelgröße legt Ihr?

Rothild, das ist doch schön, daß Deiner Familie die Laura supergut schmeckt! :thumbup: Dann habt Ihr ja die richtigen Sorten gewählt.

Kefir
Beiträge: 440
Registriert: Dienstag 28. Januar 2020, 18:00
Wohnort: zu Hause

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#27

Beitrag von Kefir »

Zufällig habe ich im letzten Jahr auch Kartoffel halbiert und im Anschluss mit der Schnittstelle nach unten gelegt. Holzasche hatte ich leider nicht - aber das kenne ich auch. Hat aber auch so funktioniert :happy097: .

Zum Legen verwende ich die mittlere Größe (3 cm ), mitunter aber auch kleinere. Dann aber werden dafür 2 bis 3 Kartoffeln in ein Loch gesetzt.

Vorwiegend habe ich hier den Roten Erstling angebaut, eine festkochende Sorte und die Bamberger Hörnchen. Der Ertrag der Hörnchen war im ersten Jahr nicht so hoch :cry: . Im 2ten Jahr ging es dann. Die mussten sich wohl erst an den Heidesand gewöhnen .

Rohana
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 12:45

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#28

Beitrag von Rohana »

Weißrübchen hat geschrieben:
Samstag 18. April 2020, 21:08
Welche Kartoffelgröße legt Ihr?
Gemischt. Zwar tut mein Schwager die kleinsten zum Legen beiseiten, aber wenn man immer nur die winzigsten nimmt, kann da ja nix gescheites hin wachsen. Die grössten tu ich jetzt auch nicht raus, halt so mittlere Grössen.

Rhöni
Beiträge: 54
Registriert: Sonntag 5. April 2020, 19:46

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#29

Beitrag von Rhöni »

Da mein Chef ein Einsehen hatte und wir endlich den Fehler beim neuen Motor vom Einachser gefunden haben, sind die Kartoffeln doch schon gelegt. Insgesamt 7 Reihen mit rechnerisch 185 Pflanzstellen in 60 cm Reihenabstand, davon 1,5 Reihen King Edward und 5,5 Reihen Belana.

Rechnerisch, weil ich alles was die Kartoffelhorde im Keller noch hergegeben hat gelegt habe, also von ganz klein bis Normalgröße für "Stöpper" irgendwo um die 80-100 g. Die ganz kleinen Kartöffelchen habe ich im Abstand von 10-15 cm gelegt. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass es 1. mal regnet 2. keinen Nachtfrost mehr gibt und 3. einen ordentlichen Ertrag gibt.

Weißrübchen
Beiträge: 594
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#30

Beitrag von Weißrübchen »

Interessant, daß den Kartoffelanbau doch Jeder hier irgendwie anders macht? :happy097:

Dann nehme ich doch wieder kleinere Kartoffeln her für's Legen.
Irgendwo hatte ich die Tage gelesen, daß man für die eigene Produktion von Saatkartoffeln ganz kleine Kartoffeln ganz eng nebeneinanderlegt. Sie sollten dann nur 1,5 bis 2,5 cm lang sein, wenn man sie herausholt.
Das würde ja wieder für Kefirs 3 cm Kartoffeln sprechen. Mehrere nebeneinander ins Loch zu tun kannte ich so bisher auch nicht.

Und welchen Abstand in der Reihe nehmt Ihr? Bisher hatte ich immer 30 - 35 cm. In dem Buch von 1948 steht jetzt aber drin, daß man für Lagerkartoffeln 40, besser 50 cm nimmt. So wäre der Ertrag höher. Bei Frühkartoffeln kann auf 30-35 cm gelegt werden.

Sorry, wenn ich so banale Fragen stelle ... :redface: Aber anscheinend gibt es ja doch verschiedene Vorgehensweisen. So ganz eindeutig scheint das mit den Kartoffeln ja doch irgendwie nicht zu sein?

@Rothild: Wenn Du in der Vergangenheit so Probleme mit der Krautfäule hattest ... Vielleicht wären auch die Sarpo-Sorten etwas für Euch? Die werden auch echt groß, haben einen guten Ertrag und sind resistent.
Ich hatte mal eine Sarpo Mira probiert. Mir hat sie auch gut geschmeckt. Die Sorte hatte ich auch schon für mich angedacht.
Vielleicht kannst Du die ja irgendwann mal ausprobieren?

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