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Mangold

Weißrübchen
Beiträge: 515
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#21

Beitrag von Weißrübchen »

Okay, man kann die also auch erst ein bißchen später vereinzeln? Dann würde ich sie noch ein bißchen wachsen lassen. Und daß sie erstmal platt daliegen ist auch kein Drama?

Ein paar Pflänzchen habe ich ja noch. Nachdem ich ja erst so spät ausgesät hatte, sind meine ja noch ganz klein.
Danke für die Erklärung mit den verdrehten Wurzeln und für Deine Mangold-Insider-Tipps Rhöni!
Dann werde ich das auch so machen.

Rothild
Beiträge: 257
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Mangold

#22

Beitrag von Rothild »

Ich würde die Pflänzchen nicht im Keimblattstadium umpflanzen, sondern erst etwas später.

Von roter Bete gibt es mechanisch gebrochenes (technisch-monogermes) Saatgut, wie Rhöni schon geschrieben hat. Allerdings leidet wohl die Keimfähigkeit etwas darunter. Bingenheimer bietet wohl wegen der besseren Erfahrungen nur noch kalibriertes Saatgut von roter Bete an (gibt es auch von Mangold).

Allerdings kenne ich mich da nicht aus - habe bisher nur herkömmliches Saatgut verwendet (macht ja eigentlich auch nur im Erwerbsanbau Sinn).

Kefir
Beiträge: 395
Registriert: Dienstag 28. Januar 2020, 18:00
Wohnort: zu Hause

Re: Mangold

#23

Beitrag von Kefir »

PS: Ich hab heute meine Lieblingsnachbarin mit Nebenerwerbslandwirtschaft gefragt. Also in Oberfranken bedeutet "verziehen", die Pflanzen zu ziehen und woanders hinzusetzen. Ausdünnen ist hier nur "ziehen". Scheint also regional verschiedene Bedeutungen zu haben ...
Das wird so sein, wobei ich mir in der Erwerbslandwirtschaft, das Ziehen von Pflanzen und das anschließende Verpflanzen an einen anderen Ort gerade so bildlich vorstelle. Macht doch kein Mensch oder? :smile: .

"Rüben ziehen", kenne ich als Rübenernte :smile: . Ende der 1960er wurde das von den kleinen Einzelbauern noch in Handarbeit erledigt.

Weißrübchen
Beiträge: 515
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#24

Beitrag von Weißrübchen »

Hmm, ich hab jetzt welche im Keimblattstadium verpflanzt. Mal sehen, ob das was wird?

Mit dem Rest warte ich dann eben noch ein bißchen, wenn Ihr sagt, daß die Pflänzchen lieber ein bißchen größer sein sollten.
Ich freu mich ja, daß es überhaupt soviele Pflänzchen geworden sind und bin bei dem Saatgut von Raubritterin schon auf die Farben gespannt! :-)

@Kefir: Ich habe extra mit meiner Lieblingsnachbarin geplaudert, wie die das früher gemacht haben. Sie hat gesagt, sie hätten schon die Runkeln (Rüben) verzogen, wenn sie zu dicht aufgegangen sind und in Lücken gesetzt. Und daß die versetzten Rüben nicht so groß geworden wären, aber immer noch einen ordentlichen Ertrag gebracht haben.

Sie stammt von einem kleinen Bauernhof, da war nicht viel Geld vorhanden. Aber das waren noch andere Zeiten, das stimmt.

Rhöni
Beiträge: 48
Registriert: Sonntag 5. April 2020, 19:46

Re: Mangold

#25

Beitrag von Rhöni »

Das gehört zwar eher zu Off-Topic, aber naja...

Bei uns in der Rhön gab es früher viele Bauernhöfe, wo die Rübenpflanzen in den Hausgärten vorgezogen wurden und erst später in der "Wallwoche" zu Bonifatius (5. Juni) gepflanzt wurden. So wurden auch nur die kräftigsten Pflanzen ausgesetzt und Saatgut gespart. Ein weiter Vorteil war, dass das Unkraut vorher gut bekämpft werden konnte.

Und über die Begrifflichkeit "verziehen" sind sich sogar in den Orten die Leute uneinig: verziehen, vereinzeln, ausdünnen, aushacken... Bei mir werden Möhren, Rote Bete und Co weiterhin ausgedünnt.

Weißrübchen
Beiträge: 515
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#26

Beitrag von Weißrübchen »

Immer noch off-topic ... :smile:

Das ist interessant Rhöni! Wallwoche hat den Ursprung in Wallfahrten? Oder hat das eine andere Bedeutung bei Euch? Sorry, mit katholischen Traditionen kenne ich mich nicht wirklich gut aus. :redface:
Weißt Du denn dann auch, wann die Rüben ausgesät wurden vor Bonifatius? Gab es dafür auch ein traditionelles Datum?

Das mit der besseren Unkrautbekämpfung ist natürlich ein Argument. Ich habe das auch schon in Büchern gelesen, daß früher die umzäunten Hausgärten genutzt wurden zum Vorziehen von Steckrüben, die dann später eben am Acker gesteckt wurden. Vielleicht auch, um Tierfrass zu verringern?

Wieder zum Thema: Meine versetzten Mangoldpflänzchen sehen übrigens sehr jämmerlich aus. Zum Glück habe ich nicht gleich alle vereinzelt und hab noch ein paar Knäuelkeimlinge in petto ...

Weißrübchen
Beiträge: 515
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#27

Beitrag von Weißrübchen »

Nachdem meine vereinzelten Mangoldpflänzchen extrem !!! viel kümmerlicher sind, als die Knäuelpflanzen, werde ich das mit dem Vereinzeln sein lassen.

Vielleicht wachsen Mangoldpflanzen einfach lieber kuschelig zusammen? Irgendeinen Vorteil für die Pflanze wird das mit den polygermen Samen ja haben?

Rothild
Beiträge: 257
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Mangold

#28

Beitrag von Rothild »

So kann man auch an Mangoldpflanzen kommen..... Ich hatte rote Bete Bernstein auf dem Saatgut-Festival gekauft, allerdings war es keine rote Bete Bernstein. Dachte erst, dass es weiße Bete ist, aber nachdem sich die Blätter so stark entwickelt und keine Knollen gebildet haben, habe ich dann festgestellt, dass es Mangold ist. Nun habe ich riesige Mangoldpflanzen und jede Menge Blätter zum Ernten.

hagazussa
Beiträge: 226
Registriert: Mittwoch 26. Februar 2020, 11:08

Re: Mangold

#29

Beitrag von hagazussa »

Ich hab dieses Jahr auch mal Mangold vor- und verzogen ;) Zuerst sind die Pflänzchen ordentlich vor sich hingemickert und dann haben sie Vollgas gegeben. Jetzt komme ich mit dem Essen nimmmer hinterher :)

Weißrübchen
Beiträge: 515
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#30

Beitrag von Weißrübchen »

@Rothild: Oh, das ist ja ärgerlich! Dabei klingt Bernstein so verheißungsvoll! Dann würde ich bei dem Anbieter wohl nix mehr kaufen. Aber dank Dir weiß ich jetzt, daß sich Mangold, Rote Bete und Zuckerrüben verkreuzen können.
Trifft zwar im Moment nicht zu, weil bei mir nur die Zuckerrüben blühen (die ich hypnotisiere, damit ich endlich mal Samen ernten kann und die aus dem Beet kommen!). Und Rote Bete ist gar nicht mein Ding. Da habe ich also definitiv keine Probleme mit Verkreuzung, weil ich die nie anbauen werde.
Schmecken die Blätter von Deinem Mangold denn auch nach Mangold? Oder kann sich da auch bei Verkreuzung Rote-Bete-Geschmack reinmischen?

@hagazussa: Die eine Pflanze, die ich frühzeitig ausgesät hatte und die das Schneckenmassaker überlebt hat, gibt auch noch kein Vollgas. :sad: Mit den anderen in Direktaussaat war ich ja eigentlich zu spät dran.
Aber irgendwann werden die auch noch wachsen, da bin ich zuversichtlich.

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