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Mangold

Weißrübchen
Beiträge: 669
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#11

Beitrag von Weißrübchen »

Danke Rothild für Deine Quiche-Variationen und das Rezept! :happy097:

Eine doofe Frage: Ich habe hier noch eine Quiche-Form rumfliegen, habe sie aber noch nie verwendet, weil ich Bedenken habe, daß ich die Quiche da vollständig rausbekomme. :redface:
Wird da der Boden gefettet und mit Semmelbröseln bestreut? Oder kriege ich die halbwegs intakt raus aus der Form?

Auch Dir Rhöni danke für die Rezepte!

Dann habe ich ja anscheinend zufällig gut eingekauft mit dem Saatgut für Lukullus? :happy097:
Ich bin ja gespannt, ob es Unterschiede im Geschmack gibt?

Sät Ihr dann bis Mai aus? Oder erst oder nochmal im August?

Rothild
Beiträge: 269
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Mangold

#12

Beitrag von Rothild »

Ich habe zwar eine runde Quiche-Form, verwende sie aber nie. Wenn ich sie denn mal verwende, lege ich sie mit Backpapier aus, damit ich die Quiche im Ganzen rausnehmen kann und nicht nur stückchenweise. Bei der Backform klemme ich ein Backpapier auf den Boden. Den Rand fette ich nicht ein, der Teig hat genügend Butter drin.

Letzten Herbst habe ich eine eckige, längliche Quiche-Form bekommen (echt praktisch, so kann ich jetzt immer zwei Quiche auf einmal backen, weil sie nebeneinander in den Ofen passen), die fette ich nicht aus und lege auch kein Backpapier rein. Praktischerweise kann man an dieser Quiche-Form den Boden entnehmen. Wie diese hier, nur in dunkler Farbe:


Weißrübchen
Beiträge: 669
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#13

Beitrag von Weißrübchen »

Fast alle Mangoldsamen sind gekeimt.
Aber mysteriöserweise wachsen in manchen Schneckenringen mehrere Keimlinge?

Ich hatte schon an mir gezweifelt, weil die Samen ja echt groß sind und ich der Meinung war,
daß ich immer nur ein Samenkorn pro Loch ausgesät hatte?!

Aber anscheinend gibt es bei Mangold Knäuelsamen??? Das heißt, aus einem Korn können mehrere Pflänzchen rauswachsen. Sachen gibt's!

Die Info habe ich hier gefunden:
https://biogartenfuellhorn.de/der-anbau-von-mangold/

Ist Euch das auch schon passiert? Soll ich jetzt die Keimlinge nochmal rausnehmen und die Pflanzen vereinzeln?
Wenn ja: In welcher Größe am besten? Im Moment sind sie so 3 cm hoch.

Wißt Ihr, ob noch bei anderen Nutzpflanzen Knäuelsamen vorkommen können?

Kefir
Beiträge: 492
Registriert: Dienstag 28. Januar 2020, 18:00
Wohnort: zu Hause

Re: Mangold

#14

Beitrag von Kefir »

Ich habe mal vor ein paar Jahren Mangold angebaut und den verzogen.
Kannste natürlich auch vereinzeln.
Gleiches gilt bei zB. Rüben. Beim Verziehen, lässt man die stärkste Pflanze stehen. War ein Hobby von mir in den Schulferien.

Weißrübchen
Beiträge: 669
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Re: Mangold

#15

Beitrag von Weißrübchen »

Danke Kefir für Deine Antwort. Dann werde ich vereinzeln.

Dadurch, daß nicht alle Samen aufgegangen waren, habe ich ja noch den vorgesehenen Platz zur Verfügung.

Ohne Deinen dritten Satz hätte ich Deine Antwort aber nicht kapiert. :redface:
Bin nicht sicher, ob man hier in der Gegend auch verziehen für ausdünnen sagt? Ich werd mal meine Lieblingsnachbarin fragen.

Bisher kannte ich nur verzogene Menschen, Hunde, Katzen ... Von verzogenem Gemüse wußte ich vorher noch nix. :lachma:

Rothild
Beiträge: 269
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Mangold

#16

Beitrag von Rothild »

Mangold, wie auch rote Bete ist polygerm, sprich, sie bilden Samenknäuel. Das ist ganz normal.

Mangold und rote Bete versetze ich oft von Stellen, wo sie zu dicht stehen in Lücken rein. Man muss nur anfangs immer gut gießen.

Weißrübchen
Beiträge: 669
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#17

Beitrag von Weißrübchen »

Oh Rothild, Du kennst sogar das Fachwort dafür! Danke! :smile:

Vielleicht kann ich es mir über Germknödel merken? Die haben ja auch mehrere Mohnsamen innen drin. :lol:

Einen Teil habe ich jetzt schon auseinandergedröselt. Aus dem einen Korn sind sogar 3 Pflänzchen draus entstanden.
Und was passiert, wenn man sie einfach so im Büschel wachsen läßt? Bleiben sie dann kleiner? Ist der Ertrag geringer?

Und weiß Jemand zufällig, ob das bei Zuckerrüben dann auch so ist? Die gehören ja zur selben Familie und im Moment blühen da gerade bei mir ein paar Pflanzen zwecks Saatgutgewinnung.

Rhöni
Beiträge: 65
Registriert: Sonntag 5. April 2020, 19:46

Re: Mangold

#18

Beitrag von Rhöni »

Ja, bei Zuckerrüben ist das auch so.

Da Polygermie für wirtschaftlichen Anbau nicht zielführend ist (siehe Rüben verziehen) wurden monogerme Sorten gezüchtet. Bei Rote Bete und Mangold sind mir bisher keine monogermen Sorten untergekommen. Alternativ zur Züchtung kann das Saatgutknäuel auch mechanisch bearbeitet werden, sodass nur ein Keimling überlebt. Je größer das Saatgutknäuel, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Pflanzen entstehen.

Wie Rothild schreibt funktioniert das Umpflanzen ganz gut. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Anwachsrate am höchsten ist, wenn die Pflanzen möglichst die ersten Stunden im Schatten liegen und mehr als ausgiebig gewässert werden. Beim Pflanzen habe ich mit dem Pflanzholz ein ausreichend großes Loch gebohrt und nur am Stielansatz die Erde angedrückt. Ausfallrate dieses Jahr 0 % bei dieser Methode trotz hoher Temperaturen und wenig Niederschlag.

Weißrübchen
Beiträge: 669
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Mangold

#19

Beitrag von Weißrübchen »

Danke Rhöni für Deine Erklärung. :thumbup:

Ich habe beim Aussäen vom Mangold natürlich die dicksten Samen bevorzugt.
Das heißt, es ist besser, bei Mangold die kleineren Samen zu verwenden?

@Rhöni: Was meinst Du mit den ersten Stunden? Die ersten Stunden vom Tag? Oder die ersten Stunden nach dem Umpflanzen?

Ich habe vorhin -also abends- einige Pflänzchen vereinzelt und noch mit der Gießkanne drübergeschwappt (nachdem Rothild mir den Stupserer gegeben hat).
Soll ich morgen früh da sicherheitshalber noch eine Schattierung drüberlegen? Oder reicht es, daß es jetzt dunkel ist?

Warum hast Du nur sanft am Stielansatz angedrückt? Mir kamen vorhin die Pflänzchen recht fragil vor. Sind die so empfindlich?

Bei meinen Zuckerrüben hatte ich nicht mehrere Pflänzchen aus einem Samen. Das ist die Sorte Zuckerrübe Kleinwanz-ZZ (BETA 1258).
Und beim Mangold Rhubarb Chard aus der ersten Aussaat kamen nicht mehrere Sämlinge raus. Oder ich hab es nicht bemerkt, weil die Schnecken schneller waren ... :shrug:

PS: Ich hab heute meine Lieblingsnachbarin mit Nebenerwerbslandwirtschaft gefragt. Also in Oberfranken bedeutet "verziehen", die Pflanzen zu ziehen und woanders hinzusetzen. Ausdünnen ist hier nur "ziehen". Scheint also regional verschiedene Bedeutungen zu haben ...

Rhöni
Beiträge: 65
Registriert: Sonntag 5. April 2020, 19:46

Re: Mangold

#20

Beitrag von Rhöni »

Ich meine die Stunden nach dem Umpflanzen. Mein Garten liegt zum Teil ab dem frühen Nachmittag im Schatten. Je länger die Zeit ohne direkte Sonneneinstrahlung war, desto schneller sind die Pflänzchen wieder aufgestanden.

Ich drücke die nur an, weil meistens die Wurzeln irgendwie verdreht sind. Quasi in einen Hohlraum gesetzt können die sich erst wieder entfalten/sortieren und dann weiterwachsen. Bei fest angedrückten Wurzeln ohne Erdballen wird die Richtung vorgegeben. Meine Pflänzchen waren alles andere als zierlich (Wurzelhals >0,5cm), weshalb eine etwas rabiatere Vorgehensweise beim vereinzeln möglich war.

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