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Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

Vorstellung, Planung & Berichte über Eure eigenen Projekte
Weißrübchen
Beiträge: 615
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#31

Beitrag von Weißrübchen »

Den Winterroggen Martin Schmidt habe ich übrigens letzen Samstag geerntet, nachdem mir der liebe Rhöni
bei einem kurzen Besuch mitgeteilt hat, daß der Roggen definitiv reif ist. :smile:

Auch mein Lieblingsnachbar (Nebenerwerbslandwirt) hat mich Samstag mittag angerufen, daß ich den Roggen dringend ernten sollte.
Dem konnte ich aber mitteilen, daß das schon erledigt war. Aber lieb war's schon, daß er mich extra angerufen hat! :smile: Gewitter hatten wir Samstag-Nachmittag dann auch. Also gerade rechtzeitig das Korn eingebracht!

Für die 10 qm habe ich 2,5 Stunden gebraucht. Nun ja ... Der Roggen war auf jeden Fall immer noch aufrecht und hatte sich auch bei mehreren Unwettern nicht gelegt. Ich denke, es war in dieser Hinsicht besser, daß ich ihn in Horsten ausgesät hatte und nicht in Reihen mit 2 cm Abstand.
Außerdem konnte ich so immer einen Horst mit der linken Hand umfassen und mit der Sichel absäbeln.
Das Büschel habe ich dann weiter oben mit der Hand gebündelt und die Ähren mit der Schere in eine Schüssel abgeschnitten. Die Ähren habe ich in einem Bettbezug gesammelt.
Das Stroh habe ich aufrecht gebündelt in eine kaputte Regentonne gestellt und unter Dach gebracht.

Der nächste Schritt war dann die Frage: Wie kriege ich jetzt die Körner da raus?
Mein Lieblingsnachbar meinte, ich soll die mit den Händeln rebeln. Ich habe die Ähren erstmal in einen Stoffbeutel getan und mit einem langen Krautstampfer draufgeklopft. Da waren dann immer noch ziemlich viele Körner in den Ähren und ein paar Körner im Beutel.
Dann bin ich auf Socken auf dem Beutel rumgetrampelt (erst an einem Korn getestet, die halten das aus!).
Das war zwar viel weniger anstrengend, aber auch noch nicht alle Körner draußen. Also habe ich über ner Schüssel gerebelt und die restlichen Körner rausgeböbbelt.
Meine Mutter meinte, sie hätten das früher mit dem Teppichklopfer gemacht.

Jetzt habe ich einen Bettbezug voller Ähren, der erstaunlich schwer ist und mir ganz viele Hörbücher ausgeliehen für meditative Getreidekörnergewinnung.

Das ist echt ganz schön viel Aufwand, den unsere Vorfahren da mit dem Getreide betreiben mußten, um ein Brot zu backen!
Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt, wieviel Kilo meine 10 qm Winterroggen erbringen werden?

Die Sorte Martin Schmidt hat ziemlich lange Ähren und viele Körner drin, scheint also recht ertragreich zu sein.

Mit dem Stroh habe ich ein paar Videos gefunden, wie früher (und heute) die Dächer mit Stroh gedeckt wurden.
Ich plane, damit mein eines Brennholzregal zu überdachen (= 1 qm). Mal sehen, ob das klappt?

Rohana
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 12:45

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#32

Beitrag von Rohana »

https://www.bbkult.net/events/239070-ge ... dmuseum-2/

Evtl. wenns passt, ein kleines Treffen? :besen: :drinkingcheers:

Weißrübchen
Beiträge: 615
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#33

Beitrag von Weißrübchen »

Gute Idee Rohana! :yes:

Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich am 20.9. da bin oder im hohen Norden?

Aber im Kalender eingetragen habe ich es auf jeden Fall schon mal! :smile:

Rothild
Beiträge: 269
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#34

Beitrag von Rothild »

Haiko von "eintausendundein Gartentipp" veröffentlich gerade eine Videoserie zum Thema Getreideanbau und Verarbeitung bis zum Brot.

Ich glaube, du darfst immer nur eine kleinere Menge Ähren in einen Kissenbezug geben, damit man die Ähren gut ausdreschen kann. Da würde ich die Methode von "Selbstversorgung - modern und einfach" präferieren und die Ähren im Bezug auf einem Stein ausschlagen.

Spannendes Thema, ich hoffe, du berichtest weiterhin davon!

Weißrübchen
Beiträge: 615
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#35

Beitrag von Weißrübchen »

Mal sehen, welche Methode sich als beste herausstellt?

Dummerweise hatte ich erst beim Reinschleppen des Bettbezugs ins Haus festgestellt, daß das so einer ist, der an den unteren Ecken Löcher hat, damit man die Bettdecke gut mit den Händen festhalten kann ...
Also in dem Bettbezug dreschen wäre jetzt eher mal nicht so klug ... :lachma:

Auf jeden Fall werde ich sicher ein paar Stunden mit dem Roggen verbringen, bis Mehl und Brot daraus wird ...
Vielleicht sollte ich aus Studiengründen auch noch die Zeit für die einzelnen Arbeitsschritte notieren???
Wäre ja eigentlich ganz interessant.

Weißrübchen
Beiträge: 615
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Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#36

Beitrag von Weißrübchen »

Heute habe ich mich mal weiter um die Roggenähren gekümmert.

Also ... der Rat von meiner Mutter war gut! :yes:

Mit dem Teppichklopfer auf hartem Estrich den Stoffbeutel verkloppen funktioniert am besten.
Danach sind die meisten Körner draußen.
Klappt definitiv besser als mit dem Krautstampfer auf federnden Holzdielen.

Die danach noch festsitzenden restlichen Körner in den Ähren lassen sich mit einer Gabel in Grannenrichtung ganz einfach abstreifen.
Das funktioniert wesentlich besser und geht viel schneller als die Ähren zwischen den Händen zu rebeln.

Weißrübchen
Beiträge: 615
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#37

Beitrag von Weißrübchen »

Nachdem es draußen furchtbar stürmt und ich nicht von Ästen erschlagen werden will ...

Ich hatte ja versprochen, Bilder von der Entstehung meines Bauerngartens zu posten.

Nach dem Hauskauf mußten erstmal eine ganze Menge Obstbäume gefällt werden, um den Garten anlegen zu können.
Und die übriggebliebenen Bäume wurden bei der Gelegenheit auch fachgerecht beschnitten.
Am Anfang waren also Berge von Ästen im Garten, die ich alle kleingezwickt und gesägt habe zum Verschüren:

Bild

Weißrübchen
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Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#38

Beitrag von Weißrübchen »

Während der Hausrenovierungszeit habe ich kompostierbare Mulchfolie mit Steinen beschwert auf die zukünftige Gartenfläche gelegt, um Rasen, Quecke, Ackerschachtelhalm und Zaunwinde zu unterdrücken.

Das hat auch ganz gut funktioniert.

Dann wurde die Folie entfernt, die Fläche 1x durchgefräst, eingeebnet und die Wege ausgehoben:

Bild

Im Vordergrund liegt noch ein Rest Folie ...

Weißrübchen
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Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#39

Beitrag von Weißrübchen »

In der Mitte vom Wegekreuz wurde ein Rondell für die Hochstammrose angelegt und die Wege mit Hackschnitzeln vom Nachbarn gefüllt.

Bild

Weißrübchen
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Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#40

Beitrag von Weißrübchen »

Am Weg entlang wurde in den drei großen Beeten mit je 2x5 m bereits im ersten Jahr einjährige Blumenmischungen ausgesät und Dahlien gepflanzt.

Das hat dann so ausgesehen:
Bild

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