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Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

Vorstellung, Planung & Berichte über Eure eigenen Projekte
Rohana
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 12:45

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#11

Beitrag von Rohana »

Ich fürchte für einen Mähdrescher hast du einfach zuwenig. Der hustet ein paar mal und guckt blöd... ich frag nachher mal den Mann aber fürchte der wird genau das sagen :shrug: allerdings sollte der Roggen theoretisch leicht aus'm Spelz gehen, so wie Weizen (und im Gegensatz zu Dinkel!), sollte also auch händisch oder low-tech irgendwie machbar sein.

Weißrübchen
Beiträge: 615
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#12

Beitrag von Weißrübchen »

:lol: Ja, Mähdrescher wäre ein wenig überdimensioniert! Es sind ja nur 10 qm. Sense oder Sichel wird schon klappen. Oder mit der Schere - wenn mich Keiner sieht! :redface:

Ja, frag mal Deinen Mann Rohana. Aber die Bauern hier im Dorf können mir bestimmt auch weiterhelfen.
Und das mit dem Drauf-rum-Laufen oder Draufhauen würde ich schon auch hinkriegen.

Bloß mit Pusten oder Wind, um Hülsen oder Spelzen wegzubringen, da hab ich noch so meine Schwierigkeiten. :redface:

Rohana
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 12:45

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#13

Beitrag von Rohana »

Also, der Mann spricht: Nimm eine Schere und schneide dich nicht :lol: Sondern die Ähren ab, damit dir das Stroh nicht im Weg ist. Dann auf einem Stück rauen Bodens, z.B. Beton oder Pflaster, einen kleinen Haufen machen, darüber mit einem Brett (am besten mit Griffen dran) reiben, das Resultat ausbreiten, mit einem Föhn o.ä. die Spelzen wegpusten ... so würde er sich das vorstellen. Im Mähdrescher verläuft sich deine Ernte vermutlich ohne überhaupt im Korntank anzukommen - selbst bei unserer kleinen Maschine holt er beim gründlichen Putzen noch 10+ kg Getreide aus Schnecken und Sieben! Darüber hinaus braucht es eine gewisse Menge in den Sieben damit nicht gleich alles mit raus gepustet wird... gar nicht so einfach. Über den Umstand dass dein Gartentor eventuell etwas unterdimensioniert wäre, müssen wir ja gar nicht spekulieren. :00222:

Achja wo ich grade ans Wetter denke: Schau dir die Ähren bitte gründlich an beim ernten, vor allem wenn es bei dir während der Roggenblüte geregnet hat. Mit Mutterkorn ist nicht zu spassen.

Weißrübchen
Beiträge: 615
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#14

Beitrag von Weißrübchen »

Danke Dir Rohana und natürlich auch Deinem Mann! Sein Vorschlag hört sich recht gut praktikabel an. :thumbup:

Mutterkorn kommt durch Feuchtigkeit während der Getreideblüte? Ja, meine Roggensorte soll dafür eine erhöhte Anfälligkeit haben. Aber wenn ich mit der Schere jede einzelne Ähre abschneide, werde ich sie mir dabei ganz genau anschauen. :smile:

Ich bin gespannt, wie wenig Gramm Ertrag die 10 qm bringen werden?

Kefir
Beiträge: 455
Registriert: Dienstag 28. Januar 2020, 18:00
Wohnort: zu Hause

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#15

Beitrag von Kefir »

Dein Garten sieht super aus @ WR.





Rohana
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 12:45

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#16

Beitrag von Rohana »

Tante Wiki sagt:
Mutterkornbefall tritt auf, wenn während der Blüte des Roggens nicht genügend Pollen vorhanden sind. Feuchte Witterung in der Blütezeit führt dazu, dass der Pollen zur Befruchtung des Getreides dieses schlecht erreichen kann. Infolgedessen können Mutterkornsporen die noch offenen Roggen-Blüten besetzen.
Sprich, Mutterkorn kann immer auftreten und wird besonders begünstigt wenn wenig Pollen da ist bzw. der Pollen schlecht ankommt. Ich würde das sauber gedroschene Roggenkorn auf jeden Fall gründlich verlesen, auch wenn du vorher die Ähren gut angeschaut hast. Die Menge sollte händelbar sein :wink:

hagazussa
Beiträge: 249
Registriert: Mittwoch 26. Februar 2020, 11:08

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#17

Beitrag von hagazussa »

Da schließe ich mich Johanna an. Mutterkornvergiftung ist kein Spaß nicht. Siehe Antoniusfeuer ;)

Weißrübchen
Beiträge: 615
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#18

Beitrag von Weißrübchen »

Danke, ist ja lieb von Euch, daß Ihr Euch so Sorgen um mich macht! :smile:
Ich werde aufpassen, versprochen! Hab ja auch keine Lust auf schwarze, abfallende Hände und Füße.

@Kefir: Danke für die Videos, aber soweit mit der SV, daß ich eine Dreschmaschine bräuchte, bin ich noch nicht.
Freut mich, wenn Dir mein Garten gefällt! :smile:

Der Roggen blüht ja schon ein bißchen länger, also nicht erst seit dem vielen Regen. Mal sehen, ob da Mutterkorn auftaucht? Bei längerer Lagerung des Getreides sollen sich die Alkaloide aber abbauen. Deswegen sind wohl die Adeligen und Klosterbewohner seltener am Antoniusfeuer erkrankt.

Vielleicht fahre ich dann auch mit meinen paar Ähren ins Freilichtmuseum nach Thüringen, ins Kloster Veßra?
Die haben da einen Platz, wo man sich Dreschflegel nehmen kann und mal ordentlich draufhauen kann, um auszuprobieren, wie das am besten funktioniert. Bei meinen ersten Versuchen damit wurde ich ausgelacht. :lol:
Aber irgendwann hatte ich den Bogen -zumindestens ohne Getreide- ganz gut raus.

Vielleicht kann ich ja Rhöni dazu motivieren, mit mir da den Dreschflegel zu schwingen? :wink:

Rothild
Beiträge: 269
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#19

Beitrag von Rothild »

Du hast mich jetzt doch ziemlich angefixt mit dem Getreideanbau. Ich glaube, ich probiere das nächstes Jahr auch mal aus. Mich würde der Tschermaks blaukörnige Sommerweizen reizen. Ich hätte aber auch noch als Gründüngung von Dreschflegel den norddeutschen Winterroggen da. Der ist allerdings schon ein paar Jahre alt - ob der noch keimfähig ist? Und vor allem, ist dieser Winterroggen geeignet zum Getreideanbau? @Rohana, kannst du dazu vielleicht was sagen?

Sorry, fürs Kapern deines Threads, Weißrübchen. :redface:

Rohana
Beiträge: 109
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 12:45

Re: Ein Bauerngarten mit Platz für wilde Tiere

#20

Beitrag von Rohana »

Mein Mann sagt ein paar Jahre sollte der wohl schon keimfähig bleiben, bissl lässts nach aber ist jetzt nicht SO empfindlich. Mach doch eine Keimprobe um zu schauen wie deine Partie "drauf" ist :) Gründüngung hin oder her, eine Ähre wird schon dran wachsen. Aussaat im Herbst, hast ja noch Zeit eine Ecke zu finden wo er vor sich hin wuchern darf!

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