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Hecken zur Selbstversorgung nutzen

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holzgaser
Beiträge: 2
Registriert: Sonntag 29. März 2020, 22:16

Hecken zur Selbstversorgung nutzen

#1

Beitrag von holzgaser »

Ich habe mal eine Hecke angelegt, vor 25 Jahren und einen Fehler gemacht. Die Hecke besteht aus einheimischen Sträuchern und Bäumen, liefert Holz und Baumaterial aber fast keine Früchte.


Bild

Für die Selbstversorgung ist es besser, eine Hecke aus fruchttragenden Gewächsen anzulegen. Aus heutiger Sicht wäre es einfach schön, Pflanzen zu haben, die nur wenig Arbeitsbedarf erfordern und ohne jährliche Aussaat Lebensmittel liefern.

Welche Sträucher und Bäume würden sich da wohl eignen?

VG Hans

Weißrübchen
Beiträge: 795
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Hecken zur Selbstversorgung nutzen

#2

Beitrag von Weißrübchen »

Servus Hans :smile:

Wenn meine Garage mal abgerissen wird, habe ich als Sichtschutzhecke an der Stelle schon folgende Arten geplant,
die für mich und viele Tiere nützlich sind.

-Felsenbirne (Amelanchier ovalis) einheimisch, 2 - 4 Meter hoch

-Besenginster (Cytisus scoparius) bis 2 Meter hoch, sandliebend, Samen für Fische giftig, sollte nicht an Teichen gepflanzt werden.

-Gewöhnlicher Wacholder (Juniperus communis), nana: 0,50 m, communis: 4 m,
40 Vogelarten fressen Beeren, aber auch Insekten, Bienen, Schmetterlinge,
sandig-nährstoffarme Böden (selbstfruchtbare Art "Meyer")

-Wald-Geißblatt (Lonicera pericylmenum), heimisch, 3 m hoch windend, Blüte Mai-Juli, Nachtduftend, Beeren für Vögel und Baumschläfer, viel Nektar, Futterpflanze für viele schöne, seltene Schmetterlinge, leicht saure Böden in halbschattiger Lage, windempfindlich, wärmeliebend, frosthart

-Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), 4 Meter, Vogelfuttergehölz, Hollerlaub beschleunigt Kompostierung

-Pimpernuss (Staphylea pinnata), heimisch, 2,5 m, Blüten weiß, nach Kokos riechend, Blüte im Mai, Gut für Vögel, Nektar, kalkreicher Boden, sonnig-halbschattig, wärmeliebend, frosthart. Blüten lassen sich zu Süßigkeit verarbeiten. Die Samen schmecken wohl nach Pistazie. Im Bayerischen Wald wird Likör aus den Samen hergestellt. :nyam: Finde ich total spannend!
https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Pimpernuss

-PiRo 3 Pillnitzer Vitaminrose, 1-2 Meter, fast stachellos, breitwüchsig, hoher Vitamin C-Gehalt, einfach blühend rosa-weiß wie Hundsrose

Haselnüsse finde ich als Hecke auch toll.

Mispelbäume finde ich wunderschön von der Wuchsform her, und sie bleiben eher klein.

Aronias sind auch noch echt unkompliziert.

Dradiwaberl
Beiträge: 211
Registriert: Dienstag 25. Februar 2020, 13:05

Re: Hecken zur Selbstversorgung nutzen

#3

Beitrag von Dradiwaberl »

Hallo Hans da gibts ja so einiges was man pflanzen kann.
Felsenbirnen, Schlehen, Kornelkirschen, männlicher und weiblicher Sanddorn, Holunder, Wildäpfel, Wildbirne, Scheinquitte, essbare Ölweide, Haselnuss, Maulbeere, Hagebutten. Und Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren kann man auch immer dazwischen oder davor pflanzen.
Und letztere Beerensträucher im Topf gibt es im Frühjahr ab und an beim Discounter für günstig.

Kefir
Beiträge: 568
Registriert: Dienstag 28. Januar 2020, 18:00
Wohnort: zu Hause

Re: Hecken zur Selbstversorgung nutzen

#4

Beitrag von Kefir »

Moin zusammen,
das hängt wohl auch immer von der Grundstücksgröße ab und was man u.U. später auch gerne ernten möchte.
Haselnuss beispielsweise kann ungeahnte Dimensionen annehmen.

Bei meinem Bruder haben wir vor ca. 20 Jahren, eine Haselnusshecke aus verschiedenen Sorten gepflanzt. Diese teilt praktisch neben einem Bachlauf, eine große Wiese in 2 Parzellen.
Haselnuss wurde beidseitig vom Bach gepflanzt und durch selbst ausgesäte Ableger ständig erweitert. Mittlerweile hat diese eine Länge von über 200 m erreicht.
Abschnittsweise wird nun Brennholz gewonnen und natürlich werden auch Nüsse gesammelt. Im unteren Wiesenbereich haben sich Holunder und Schlehen angesiedelt.

hagazussa
Beiträge: 338
Registriert: Mittwoch 26. Februar 2020, 11:08

Re: Hecken zur Selbstversorgung nutzen

#5

Beitrag von hagazussa »

Dürfte ich da noch die Elsbeere vorschlagen?

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