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Tipps zum Kartoffelanbau

hagazussa
Beiträge: 368
Registriert: Mittwoch 26. Februar 2020, 11:08

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#41

Beitrag von hagazussa »

Ja, sie waren sehr gut, mit Stumpf und Stiel, vulo Schale gegessen.
Dieses Jahr hat mir meine bessere Hälfte Pflanzkartoffeln spendiert, da bin ich jetzt auf den Unterschied (Kompostreste versus Saatgut) doch sehr gespannt. Ich werde berichten.

Weißrübchen
Beiträge: 869
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#42

Beitrag von Weißrübchen »

Welche Sorte(n) hast Du denn jetzt hagazussa?

Rothild
Beiträge: 291
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#43

Beitrag von Rothild »

Ich habe gestern eine kleine Probeernte von der Laura gemacht - sprich, ich habe nur ein wenig Erde zur Seite geschoben, Kartoffeln geerntet und die Erde wieder zugeschoben. Die Pflanze an sich habe ich unberührt gelassen.

Tja, was soll ich sagen? Ich bin begeistert!! Die Knollen sind wirklich riesig - die beiden größten Exemplare wiegen zusammen fast 1kg! Das Laub fängt langsam an abzusterben (ich denke, dass es abstirbt). Einige Zweige sind schon ganz braun. Ich sehe aber keinen Schimmel, sondern die braunen Stellen auf dem Laub sind ganz trocken. Daher gehe ich davon aus, dass es keine BF ist (obwohl wir relativ viel Regen dieses Jahr haben). Die Schale ist noch nicht ganz abriebfest, deswegen werde ich mit der Ernte wohl am besten noch etwas warten.

Rothild
Beiträge: 291
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#44

Beitrag von Rothild »

Ich habe am Mittwoch und Donnerstag meine Kartoffeln geerntet. Es sind mehrere Tage Regen vorausgesagt worden und da war mir wohler, wenn die Kartoffeln geerntet sind, auch wenn das Laub noch nicht bei allen Pflanzen ganz verdorrt ist.

Die Ausbeute war von wirklich unglaublich viel bis ziemlich wenig. Enttäuscht bin ich bei der Erntemenge von der Alexandra. 4 Reihen (a 2,70 m) erbrachten gerade mal eine halbe Kiste Kartoffeln. Leider haben die Knollen viele Stellen die man Ausschneiden muss, schmecken tun sie aber gut.

Mittelprächtig ist der Ertrag von 4 Reihen Ackersegen: eine Kiste Kartoffeln.

Überragend ist jedoch der Ertrag von der Laura: 2 Kisten von 2 (!!) Reihen Kartoffeln. Und dann sind da etliche riesige Brummer dabei mit einem Gewicht von bis zu über 600g! Also eigentlich eine tolle Sorte.... wenn da nicht die braunen Flecken in vielen (vor allem den großen) Knollen wären, wo man dann echt viel von der Knollen wegschneiden muss. Habe auch keine Ahnung, was das für Flecken sind. Die Recherche im Internet ergab auf die Schnelle nichts brauchbares.
Die Sorte ist lecker, aber mehliger als ich sie in Erinnerung habe. Vielleicht legt sich das ja etwas, wenn sie ein wenig gelagert wurden. Wenn man Salzkartoffeln macht, dann zerfallen sie ziemlich, gleiches bei Pellkartoffeln. Eigentlich wollte ich ja eine vorwiegend festkochende Kartoffel - so habe ich jetzt mit der Ackersegen zusammen sehr viele mehlige Kartoffeln.

Selfandhandmade
Beiträge: 155
Registriert: Samstag 29. August 2020, 07:27

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#45

Beitrag von Selfandhandmade »

Nachdem ich seit dem Regen 2x täglich Schnecken einsammel ... Ich hatte letzte Woche keine Lust, wegen Rasenschnitt nochmal zum Grüngutplatz zu fahren und habe einen Teil vom Gras auf den Kompost und den anderen Teil auf die Kartoffeldämme gestreut. Das mache ich nie mehr! :smilie_girl:
Rasenschnitt scheint die Schnecken ja extrem!!! anzuziehen. Im Restgarten sind gar keine Schnecken. Nicht mal an den Bohnen oder gerade keimenden Erbsen zwischen den Blumen. Die Schnecken sind nur bei den Kartoffeln und auf den Komposthaufen.
Wie sind da Eure Beobachtungen?
Ich für meinen Teil werde den Grasschnitt nur noch -wie vorher- unter den Beerensträuchern als Mulch verwenden.
Ans Gemüse kommt mir nix mehr hin!
Ja das mit dem mulchen ist manchmal so eine Sache. Aber Schnecken hab ich auch ohne mulch. Bei Rasenschnitt würde ich diesen immer ein zwei Tage liegen lassen, dass er gut angewelkt ist und dann ca 2 bis 3cm stark ausbringen. Reicht völlig.
Ich mulche aber Pflanzen erst, wenn sie eine gewisse Größe haben, wo dann Schnecken nicht mehr so viel anrichten können.

@Rothild
Die Kartoffeln hättest du aber getrost noch im Boden lassen können. In der Regel macht es denen nichts aus.
Aber so große Kartoffeln hätte ich bis jetzt noch nie :eek:


Eine generelle Frage: Wie viele Kartoffeln baut ihr für euch an? Also welchen Jahresverbrauxh habt ihr so durchschnittlich?

Gänseblümchen
Beiträge: 194
Registriert: Dienstag 25. Februar 2020, 16:24

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#46

Beitrag von Gänseblümchen »

@Selfandhandmade: Zur benötigten Menge: bist du jemand, der viele Kartoffeln verbraucht, egal als Salz- oder Pellkartoffeln, Kartoffelbrei, Klöße, Pommes, Puffer oder andere Sachen gerne mag, braucht du viel mehr als ein Nudel- oder Reisfan. Für uns, 2 Erwachsene, 2 Halbstarke rechne ich als Jahresverbrauch max 20 Reihen a 6m, ohne Futterkartoffeln. Ich starte mit sehr frühen Kartoffeln (Solist, Erstling...) bis hin zu sehr späten Sortenwie Ackersegen mit bis zu 20 Sorten. Da sind mehlige und festkochende Sorten dabei und natürlich alle möglichen Farben(weiß, gelb, rot und blau). Wir lieben bunten Kartoffelsalat oder bunte Pommes. :nyam:
Dieses Jahr ist es aber nicht so gut gelaufen. Kartoffeln wie immer in ein Nestchen aus Schafwolle gelegt, angehäufelt und dann die Folie drauf. Soweit war alles gut aber jetzt zur Ernte waren pro Pflanzstelle zum Teil nur wenige kleine Kartoffeln zu ernten. Unter fast jedem jedem Damm verlief ein Highway. Nur die Kartoffeln oben in der Dammspitze waren noch da, darunter alles hohl. Ich brauchte gar nicht zu graben, nur die Dämme mit der Harke breitgezogen und die Kartöffelchen eingesammelt. Interessanterweise sind die dunkelschaligen Sorten verschont geblieben. Die wurden von den Mäusen wohl als nicht essbar angesehen. Da sind auch riesen Kartoffeln bei, wie eigentlich gewohnt. Bei den gelbschaligen Sorten breiten wir wohl lieber den Manteldes Schweigens drüber. Wir kommen zwar sicher mit der Ernte bis zum nächsten Sommer aber die Familie ist schon informiert, dass es nun blaue und rote Klöße geben wird und auch die Salzkartoffeln bunt werden. Was solls, jetzt ist dort erst mal Gründünger ausgebracht und über den Winter geht es den Mäusen an den Kragen. Es sind dieses Jahr so viele, dass unsere 4 Katzen die schon garnicht mehr fressen mögen und die Leichen überall auf dem Hof rumliegen.

Bild
Das sind von 5 Sorten die größten Kartoffeln. Die meisten sind aber im Normbereich. :yes:

Rothild
Beiträge: 291
Registriert: Sonntag 23. Februar 2020, 15:39

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#47

Beitrag von Rothild »

Ich habe vorhin bei Kartoffel Müller die Kartoffeln für den Garten bestellt. Da bei Dreschflegel der Shop teilweise abgeschaltet wird wegen hohem Aufkommen und auch die ersten Sorten Anfang Januar bereits ausverkauft waren, hab ich geschaut, dass ich auch meine Kartoffeln schnellstmöglich bestelle. Letztes Jahr war ich spät dran und hatte nur noch wenig Auswahl.

Die Laura hat letztes Jahr irre Erträge geliefert und auch sehr große Knollen, jedoch sind viele mit braunen Flecken innen. Lagerfähigkeit ist super, dennoch baue ich sie schweren Herzens nicht mehr an, da ich eben viel wegwerfen musste wegen den Flecken.

Alexandra war sehr lecker, aber vom Ertrag extrem enttäuschend. Wird nicht mehr angebaut.

Ackersegen war vom Ertrag so lala, Lagerfähigkeit auch super, aber der Kartoffelbrei wird teilweise sehr kleistrig (obwohl ich nur stampfe). Muss die geschälten und zerteilten Kartoffeln vor dem Kochen erst waschen, damit es besser wird. Baue ich daher erstmal nicht mehr an.

Dafür habe ich mir diese Sorten ausgesucht:

- Agria, bekannte mehligkochende Sorte aus Deutschland, sehr spät

- Kerkauer Kipfler, festkochende Sorte aus Tschechien von 1941, mittelfrüh

- Blue Danube, vorwiegend festkochende Sorte aus Ungarn, früh.

Ich bin gespannt, wie mir die Sorten gefallen werden und ob der Ertrag passt. Die Kartoffeln werden vermutlich Ende der Woche kommen. Dann Keller ich sie erst mal ein und werde sie im März dann hell aufstellen.

Gänseblümchen
Beiträge: 194
Registriert: Dienstag 25. Februar 2020, 16:24

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#48

Beitrag von Gänseblümchen »

Ich habe schon vor 4 Wochen meine Großbestellung beim Biogartenversand aufgegeben. Interessanterweise sind es diesmal 30 Sorten geworden, aber nur max. 2,5 kg pro Sorte. Von einzelnen Raritäten sogar nur 1 kg. Für unser kleines Ackerstück habe ich Sorten ausgewählt, die Trockenheit sehr gut vertragen und nicht anfällig für Schorf sind. Im Garten können wir ja bewässern. Ansonsten sind es wieder alte, bewährte Sorten und auch krautfäuletolerante Sarpo Sorten geworden. Ich habe dieses Mal mehr Früh- & Spätsortensorten ausgesucht, dafür die mittlerren Sorten beinahe außen vor gelassen. Ein paar alte Kartoffeln von Solit und Roter Erstling liegen schon ein paar Tage zum Vorkeimen auf dem Fensterbrett. Die wollte ich dann in Kübel pflanzen und diese anfangs mit in den Graben für die Frühtomaten stellen und dann ab Ende April dann rausstellen. Mal sehen, ob das nennenswerte und vor allem sehr frühe Kartoffeln bringt. Bei unserem schweren Boden ist es doch recht wetterabhängig, wann die Kartoffeln in die Erde können - Spanne von Mitte März bis Mitte April und da haben anfangs schon manchmal frische Kartoffeln zum Spargel gefehlt. Kartoffeln kaufe ich schon aus Prinzip nicht dazu.
Ich habe also folgende Sorten:
sehr früh: Annabelle, Solist, Roter Erstling, Belle de Fontenay, Finca, Rosara und Altesse
früh: Cilena, Sarpo Una, Sieglinde, Goldmarie, Kaiserkrone
mittel: Adretta, Agria, Blaue Anneliese, Setana, Centifolia, Blaue St Galler, Cheyenne, Deire, Eigenheimer
spät: Arran Victory, Golden Wonder, Cara, Heiderot, Sarpo Axona, Sarpo Mira, Goldsegen, Prof. Wohltmann, Voran
Man sieht, für alle möglihen Kartoffelgerichte sind wieder passende Sorten dabei. :nyam:

Weißrübchen
Beiträge: 869
Registriert: Montag 3. Februar 2020, 21:48

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#49

Beitrag von Weißrübchen »

Gänseblümchen: Hattest Du die Sarpo-Sorten schon mal?

Von der Sarpo Mira hatte mir mal Jemand welche mitgebracht. Das waren Riesen-Kartoffeln, die auch ganz gut geschmeckt haben.
Kannst Du zu den anderen Sarpo-Sorten etwas sagen vom Geschmack her?
Wie unterscheiden die sich?

Gänseblümchen
Beiträge: 194
Registriert: Dienstag 25. Februar 2020, 16:24

Re: Tipps zum Kartoffelanbau

#50

Beitrag von Gänseblümchen »

Ich kenne bisher auch nur die Sarpo Mira und war damit sehr zufrieden. Die anderen Sorten pobiere ich dieses Jahr dann mal aus. Von der Beschreibung beim Hobbybäckerversand klangen die recht vielversprechend. Da ich bei späten Sorten öfters mal mit Braunfäule hatte, probiere ich die gerne mal aus. Sarpo Una ist zwar früh aber soll ebenfalls sehr gut sein. Ich werde dann berichten.

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